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Glossar

BegriffDefinition
 
Antiretroviraler Wirkstoff
Ein gegen Retroviren wie HIV gerichteter Wirkstoff
CCR5 (Chemokin-Rezeptor 5)
Rezeptorprotein, das sich auf der Zelloberfläche menschlicher Zellen befindet und HIV beim Eindringen in die Zelle hilft.
Zellmembran
Hülle einer Zelle, die kontrolliert, was in die Zelle gelangt.
Korezeptor
Zellulärer Rezeptor (z.B. CCR5 und/oder CXCR4) zusätzlich zu CD4, den HIV zum Eindringen in eine Zelle benötigt.
Kreuzresistenz
Wenn die Behandlung mit einem Wirkstoff zu einer Resistenz gegen die gesamte Wirkstoffklasse führt
CYP 450 (Cytochrom-P450-System)
Enzymfamilie mit einer Schlüsselrolle im Arzneimittelstoffwechsel
DNA
Desoxyribonukleinsäure; das primäre genetische Material aller zellulären Organismen (zweisträngige Erbsubstanz)
DNA-Integration
Prozess des Einbaus viraler DNA in die Erbsubstanz einer Zelle
DNA-Reparaturenzym
Zelluläre Proteine, die Strangbrüche oder Lücken in einer DNA-Sequenz wieder verschließen.
Fusion
Prozess des Verschmelzens der HIV-Hülle mit der Zellmembran, nachdem sich das Virus angeheftet hat und beginnt, in die Zelle einzudringen.
Insulinresistenz
Störung der normalen biologischen Reaktionen auf Insulin
Integrase
HIV-Enzym, das für dauerhaften Einbau von viraler DNA in die DNA der Wirtszelle verantwortlich ist, wodurch mehrfache virale RNA-Kopien erzeugt und neue Viren gebildet werden.
Latentes Reservoir
Zellen, die inaktiv sind und eine integrierte oder nichtintegrierte HIV-Erbsubstanz enthalten, woraus nach Aktivierung bzw. Stimulierung neue Viren gebildet werden.
Lipidmetabolismus
Prozesse der Synthese und des Abbaus von Lipidmolekülen wie Cholesterin und Triglyzeriden
Lipodystrophie
Krankheitsbedingter Zustand, bei dem eine Störung im Fettstoffwechsel eine Zunahme und/oder Abnahme von Fettgewebe in unterschiedlichen Teilen des Körpers verursacht.
Nukleosid
Hauptbestandteil in der Struktur eines Nukleotids
Nukleotid
Eines der Bauelemente von DNA oder RNA, bestehend aus einem Nukleosid (siehe oben) und einem oder mehreren Phosphatresten.
Zellkern (Nukleus)
Zentrales Zellteil, das den größten Anteil des genetischen Materials einer Zelle enthält.
Präintegrationskomplex
Struktur bestehend aus viraler DNA, Integrase sowie anderen viralen und zellulären Proteinen, die einen Einbau der viralen Erbsubstanz in die Erbsubstanz der Wirtszelle koordiniert.
Protease
HIV-Enzym, das neu zusammengesetzte virale Proteine zum Zusammenbau neuer Viren spaltet.
Resistenz
Fähigkeit von mutierten HIV-Stämmen, der Wirkung eines Arzneimittels zu widerstehen, was zu einer erneuten Infektion (Rückfall) führt.
Reverse Transkriptase
HIV-Enzym, das virale DNA auf der Basis eines RNA-Musters zusammenbaut.
Ritonavir Boosting
Verwendung des Protease-Hemmers Ritonavir zur Erhöhung des Medikamentenspiegels eines anderen Protease-Hemmers, um die Aufnahme des Wirkstoffs zu verbessern und ggf. die Dosis zu senken.
RNA
Ribonukleinsäure; genetisches Material der RNA-Viren; Nukleinsäure, in der Ribose den Zuckeranteil bildet (einsträngige Erbsubstanz)
Strangtransfer
Nicht rückgängig machbarer Teilschritt des DNA-Einbaus, bei dem virale DNA dauerhaft an zelluläre DNA bindet.
Virenbelastung
Anzahl von HIV-Virionen bezogen auf 1 Mikroliter Blut

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